Was macht man bei Reittherapie?
Alles über die heilende Wirkung des therapeutischen Reitens
Reittherapie, auch als therapeutisches Reiten bekannt, ist eine bewährte Methode zur Förderung von körperlichen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Doch was macht man bei Reittherapie genau und warum ist der Umgang mit Pferden so wertvoll für Kinder und Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen?
In diesem Artikel erklären wir die Abläufe, Ziele und Vorteile der Reittherapie, damit Sie verstehen, wie sie funktioniert und ob sie das Richtige für Ihr Kind oder Ihre Angehörigen sein könnte.
1. Was ist Reittherapie?
Reittherapie ist eine spezielle Therapieform, die das Pferd als Medium nutzt, um Menschen mit physischen, psychischen oder sozialen Einschränkungen gezielt zu fördern. Das sanfte Bewegungsmuster des Pferdes, seine beruhigende Ausstrahlung und die Interaktion zwischen Mensch und Tier haben nachweislich positive Effekte auf die Entwicklung und das Wohlbefinden der Teilnehmer.

Diese Therapieform eignet sich insbesondere für Kinder und Erwachsene mit:
  1. ✅ Konzentrations- oder Wahrnehmungsstörungen (z. B. ADHS, Autismus)
  2. ✅ Körperlichen Einschränkungen oder motorischen Defiziten
  3. ✅ Emotionalen Belastungen, Ängsten oder Selbstwertproblemen
  4. ✅ Sozialen Herausforderungen und Schwierigkeiten in der Kommunikation

2. Was macht man bei Reittherapie genau?
Die Inhalte und Abläufe einer Reittherapie-Stunde variieren je nach den individuellen Bedürfnissen des Teilnehmers. Im Allgemeinen gliedert sich eine Sitzung in folgende Phasen:

1️⃣ Begrüßung & Kennenlernen des Pferdes
Der erste Kontakt ist entscheidend: Das Pferd wird begrüßt, gestreichelt und beobachtet.
Durch das gemeinsame Putzen und Striegeln wird Vertrauen aufgebaut.
Diese Phase stärkt die Sinneswahrnehmung und die Beziehungsfähigkeit des Teilnehmers.
2️⃣ Übungen am Boden – Sicherheit und Kommunikation
Bevor es aufs Pferd geht, lernen Teilnehmer, das Tier zu führen.
Spielerische Aufgaben, wie das Führen durch einen Parcours, trainieren:
✅ Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen
✅ Koordination und Konzentration
✅ Soziale Interaktion und Kommunikation
3️⃣ Therapeutisches Reiten – Bewegung & Förderung
Der Teilnehmer sitzt (oft geführt) auf dem Pferd, um:
✅ Das Gleichgewicht und die Haltung zu verbessern
✅ Die Muskulatur zu stärken (z. B. Rücken, Rumpf, Beine)
✅ Durch die rhythmischen Bewegungen eine tiefe Entspannung zu erleben
Übungen auf dem Pferd:
🔹 Gleichgewichtsspiele mit Armen & Beinen
🔹 Lockerungs- und Dehnübungen
🔹 Geführtes Reiten im Schritt oder Trab
4️⃣ Reflexion & Abschluss der Stunde
Nach der Reitphase folgt das „Cool-Down“:
✅ Das Pferd wird versorgt, gestreichelt und gefüttert.
✅ Der Teilnehmer reflektiert mit dem Therapeuten über sein Erleben.
Diese Phase festigt das Gelernte und steigert das emotionale Wohlbefinden.
3. Warum ist therapeutisches Reiten so wirksam?
Reittherapie kombiniert Bewegung, Beziehung und Natur – drei Faktoren, die gemeinsam eine heilende Wirkung entfalten.

💡 5 zentrale Vorteile der Reittherapie
✅ 1. Motorische Förderung:

Die dreidimensionale Bewegung des Pferdes entspricht dem menschlichen Gangbild.
Kinder und Erwachsene mit Bewegungseinschränkungen profitieren enorm.
✅ 2. Verbesserung von Konzentration & Aufmerksamkeit:

Das Reiten fordert Fokussierung und aktives Zuhören.
Besonders hilfreich für Kinder mit ADHS oder Wahrnehmungsstörungen.
✅ 3. Stärkung des Selbstbewusstseins:

Ein großes Tier zu kontrollieren vermittelt Mut und Selbstvertrauen.
Kinder erleben Erfolgserlebnisse, die ihren Selbstwert steigern.
✅ 4. Emotionale Entspannung & Stressabbau:

Der Rhythmus des Pferdes beruhigt das Nervensystem.
Die Nähe zum Tier löst Glücksgefühle aus und hilft bei Ängsten.
✅ 5. Soziale Entwicklung & Teamarbeit:

Das Pferd reagiert direkt auf Körpersprache und Emotionen.
Teilnehmer lernen Empathie, Geduld und Teamfähigkeit.
4. Für wen ist Reittherapie geeignet?
Therapeutisches Reiten richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Unterstützung in verschiedenen Bereichen benötigen. Besonders profitieren:

Kinder mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen
Personen mit Autismus, ADHS oder Lernbehinderungen
Menschen mit Traumata, Angststörungen oder Depressionen
Senioren mit Gleichgewichtsproblemen oder neurologischen Erkrankungen
Wichtig: Jede Reittherapie wird individuell auf die Bedürfnisse des Teilnehmers angepasst!

5. Fazit: Reittherapie als ganzheitliche Förderung
Was macht man bei Reittherapie? – Mehr als nur Reiten!
Es geht um Bewegung, Beziehung und persönliche Entwicklung.

✅ Therapeutisches Reiten fördert Körper, Geist & Seele
✅ Individuelle Übungen stärken Selbstbewusstsein & Motorik
✅ Die Natur & der Kontakt zum Tier haben eine tiefgreifende heilende Wirkung
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